Über ZOTT Artspace

Ausstellung „Pollux Capella“, ZOTT Artspace Dolomites

STANDORTE

STADT – LAND – FLUSS

ZOTT Artspace ist eine wachsende Kunstplattform. Ihre ersten beiden Ausstellungsräume eröffnete Gründer Christian Zott an zwei Standorten, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Singapur und Sankt Kassian in den Dolomiten. Hier das quirlige kontrastreiche Leben auf engstem Raum, da die freie Bergwelt. Beide Standorte verband und verbindet ein gemeinsames Ziel: in entspannter Atmosphäre Sehgewohnheiten aufbrechen und Kunst genießen. Das gilt auch für das im Mai 2017 eröffnete ZOTT Artspace München und die künftige Kunsthalle in Unterammergau.

ZOTT Artspace München – Im Mai 2017 eröffnete ZOTT Artspace München in der Türkenstraße, zentral gelegen neben den Pinakotheken. Zunächst dienen die Räumlichkeiten vorwiegend als Projektraum für die Ausstellung „KAIROS. Der richtige Moment“ und als Atelier für Wolfgang Beltracchi. Für das ZOTT Artspace-Projekt malt er hier zahlreiche Bilder in der Handschrift großer Meister wie Caravaggio, Van Gogh oder Monet – und öffnet die Räume zeitweise für Besucher.

ZOTT Artspace Dolomites – In dem norditalienischen Wintersportort Sankt Kassian, gelegen auf 1.500 Metern Höhe inmitten der malerischen Felsformationen der Dolomiten, stellt ZOTT Artspace zeitgenössische Werke etablierter Künstler ebenso wie junger Talente aus der Region aus. Die für ein kulturelles Angebot eher ungewöhnliche Kulisse soll feste Sehgewohnheiten aufbrechen.

ZOTT Artspace Singapur (2014 – Mai 2017) – Im Herzen der asiatischen Metropole Singapur eröffnete Christian Zott 2014 den ersten Standort von ZOTT Artspace. Die großformatigen Bilder des Malers Konstantin Sotnikow oder Fotos der US-amerikanischen Fotografin Beth Moon wurden hier vor internationalem Publikum ausgestellt.

ZOTT Kunsthalle – Im Ammertal, der Heimat von Christian Zott, entsteht ein Museum für zeitgenössische Kunst. Hier stellt er künftig einen Teil seiner Sammlung von Gemälden, Skulpturen und Fotografien aus. Der Künstler Lois Anvidalfarei errichtet aus diesem Anlass eine raumgreifende Installation in freier Natur. 2019 soll die neue Kunsthalle eröffnet werden.

Interview

Gespräch mit Christian Zott

Hinter ZOTT Artspace steht der Unternehmensberater Christian Zott. Was er mit seiner Kunstplattform erreichen will und was sie bietet, erklärt er im Interview.

Herr Zott, Was steckt hinter ZOTT Artspace?
ZOTT Artspace ist ein Angebot für einen neuen Zugang zu Kunst.

Wie sieht der aus?
Auf das sinnliche Erlebnis ausgerichtet und entspannt. In den Dolomiten etwa zeigen wir Kunst in einem Ausstellungsraum hoch oben in den Bergen. Allein durch diese Präsentation brechen wir Sehgewohnheiten auf, die Kunst eher mit Großstadt, Museum, White-Cube und so weiter verbindet. In Singapur war die Idee, inmitten der Kunst auch sehr gut zu essen und zu trinken. Bei ZOTT Artspace geht es also immer um ein unmittelbares Ansprechen der Sinne.

Wendet sich Kunst nicht immer an die Sinne?
Das ist richtig. Die Frage ist aber doch, ob sie da auch ankommt. Ich glaube, dass es im Kunstangebot eine Lücke gibt zwischen den Museen mit ihrem überwiegend kanonischen Anspruch und den Galerien, die vorwiegend eine eingeweihte Elite erreichen. Ich möchte Besucher einladen, ungezwungen ihre eigenen Ansichten zur Kunst zu entwickeln. Egal, ob sie Ahnung davon haben oder nicht.

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Sich eine Meinung bilden ohne Ahnung?
Um festzustellen, ob Sie ein Werk berührt, müssen Sie eigentlich nur ein Bewusstsein für Ihr Empfinden entwickeln. Dann kann Kunst inspirieren.

Welche Kunst stellen Sie in ZOTT Artspace aus?
Ausschließlich Zeitgenössisches. Skulpturen, Gemälde, Videokunst, Fotografien…

Setzen Sie dabei Schwerpunkte?
Durchaus. Ich sammle in erster Linie figurative Arbeiten. Zum Beispiel Skulpturen von Lois Anvidalfarei, der mich als Bildhauer mit seinem kraftvollen Existenzialismus begeistert. Oder die Amerikanerin Beth Moon, die durch die ganze Welt reist, um alte Bäume aufzuspüren und ihre Fotos mit einem besonderen Verfahren Jahrhunderte lang haltbar macht. Was für eine Hingabe und Ästhetik.

Wie kommen Sie auf die Künstler?
Ich reise viel, sehe mich um und stoße auf Werke. Den Fotografen Mauro Fiorese lernte ich auf meiner Wanderung durch Südeuropa kennen. Er stand vor seiner Galerie und wir kamen ins Gespräch. Er hat mein Verhältnis zur Kunst in den vergangenen Jahren stark beeinflusst und wir haben einige gemeinsame Ausstellungen gemacht.

In „Mindmap der Liebe“ haben Sie auch eigene Fotografien ausgestellt. Sie sind Unternehmer, Kunstförderer. Auch Künstler?
Ich bin natürlich kein Künstler. Trotzdem war die Fotografie das richtige Vehikel, um meine Eindrücke von der Reise zu vermitteln, in der ich intensiv über die Liebe nachgedacht habe und nach der ich auch das Buch „Mindmap der Liebe“ geschrieben habe. Bin ich deshalb ein Schriftsteller? Eher nicht.

Was prägt sie?
Die Gründerjahre als Unternehmer, aber auch extreme Reisen. Wanderungen durch die Wildnis Kanadas oder durch das Packeis in Grönland. Wenn Sie alles zurücklassen, was Sie hier beschäftigt und monatelang nur das Überleben Ihren Alltag bestimmt, kommen Sie mit einem unbelasteten Blick zurück. Der leitet mein Engagement für die Kunst.

Ihr größtes Projekt heißt „Kairos. Der richtige Moment“. Worum geht es?
Es macht Leerstellen aus 2000 Jahren europäischer Kunst sichtbar: die verborgenen Werke in den Museumsarchiven und die großen Momente der Kunstgeschichte, die nie gemalt wurden. Wolfgang Beltracchi malt für dieses Projekt Bilder in der Handschrift großer Meister wie Jan Vermeer, Claude Monet und anderer epochemachender Künstler.

Was brachte Sie auf diese Idee?
Ausgangspunkt war die Serie „Treasure Rooms“ von Mauro Fiorese. Er hatte Zugang zu den Depots bedeutender Museen erhalten und dort fotografiert. Seine für mich überraschend stimmungsvollen Bilder, die wir in „Kairos. Der richtige Moment“ ebenfalls ausstellen werden, haben mich nachdenklich gemacht. Die Frage drängt sich auf: Was sehen wir überhaupt von unserem kulturellen Erbe?

Wolfgang Beltracchi ist als Künstler umstritten. Warum arbeiten Sie gerade mit ihm?
Sein Talent ist einzigartig. Es geht bei diesem Projekt ja nicht allein um erstklassige technische Fähigkeiten und Kenntnisse. Die reichen vielleicht für eine gute Kopie. Er muss neue Bilder in fremden Handschriften bis ins Detail überzeugend komponieren und ein bestehendes Werk kontextuell weiterentwickeln. Außerdem lässt er sich über die Schulter gucken. Zu sehen, wie zum Beispiel Caravaggio die Hell-Dunkel-Malerei für dramatisierende Effekte eingesetzt hat, und natürlich seine legendäre Auswahl der Modelle, die den Mythos des verruchten Künstlers begründeten. Das macht Wolfgang Belracchi erlebbar.

Wann und wo ist all das zu sehen?
Die Ausstellung startet im Oktober 2018 in Venedig und besucht dann weitere europäische Städte, darunter Hamburg. Auf unserer Webseite lässt sich jetzt schon verfolgen, wie sie wächst, wie die Bildideen und Gemälde aus den Epochen entstehen.

Team

Das Team hinter ZOTT Artspace

Christian Zott hat sich im Laufe der Jahre vom Sammler zum Kunstförderer entwickelt, der mit seiner Plattform ZOTT Artspace neuen künstlerischen Gedanken Raum zur Entfaltung gibt. Dazu zählen Ideen junger Künstler, die er in seinen Räumlichkeiten ausstellt, aber auch seine eigenen Projekte. Das wachsende Kunstengagement von Christian Zott wird von einem vielköpfigen Team begleitet und unterstützt.